zufälllig stellte sich heraus:
ein kollege von mir
ist ebenfalls interessiert
an esoterischen themen,
besucht medien,
kontaktiert seinen guide
und hält verbindungen
zu anderen menschen
ähnlichen interesses ...
wir sprachen
über die verschiedene aspekte,
unterschiedliche methoden
und wahrnehmungen,
und wie man "aufsteigt",
und sich weiterentwickelt ...
als er plötzlich
von mir wissen wollte:
"wie machst du denn das?
wie willst du denn
dich entwickeln?”
ich war verblüfft
und wußte nicht gleich antwort.
vielleicht früher einmal
hätte ich auf diesen
oder jenen pfad gewiesen,
oder wenigsten
atemmethoden und meditationen
erwähnt …
doch von all dem …
… hab ich alles aufgegeben:
ich - lebe einfach,
ohne etwas besonderes
zu tun,
versuche, im sein zu bleiben,
annahme und liebe
in mir zu entflammen,
für mich selbst,
für andere,
so oft es mir möglich ist …
und das war’s schon …
alles andere
wird sich einfach
von selbst
ergeben …
ich weiß es zwar
mit meinem herzen,
doch als ich es
zu beschreiben versuchte,
kamen mir meine worte
so unbedeutend,
so klein,
so angreifbar vor …
sie klangen
nach soo wenig,
und doch sollten sie
antwort auf sein
auf den weg
zum großen ziel …
sie klangen
so klitzeklein,
und während ich sprach
fühlte ich so deutlich
unzulänglichkeit …
der nachklang
dieses gesprächs
hat mich teils
in depressionen gestürzt:
mir wurde klar, so stark,
dass die mittel
anscheinend so klein
und unbedarft …
ich kam in konflikte
mit mir selbst:
kann es sein,
dass durch solch einfache
verhaltensweisen
das große ziel
wirklich erreichbar ist?
was ist, wenn dies alles
humbug und wahnsinn ist?
ein holzweg,
einbahnstraße …
… zum irrenhaus?
ich brauchte zwei tage,
es anzunehmen,
und mich - auch im zweifel -
zu lieben …
doch gestern geschah es erneut:
andere sprachen
von diesen energie-systemen
und jenen einweihungen
und wie sich dieses chakra
und jene energie-hülle
unter dem einfluß
von symbolen,
von sprüchen,
von meistern
verhält und entwickelt,
und dass ohne geregelten pfad,
kaum entwicklung möglich sei …
oh, wie unwohl ich mich fühlte,
richtige schmerzen
konnte ich spüren
bei diesen reden …
und zugleich gaben
experten rat der einen,
die hilfe suchte:
“du mußt dies …”,
“du mußt jenes …”,
um nämlich diese oder jene
energie von hier nach dort
zu bewegen, zu transformieren
und transmutieren …
sie überboten sich gegenseitig
und jeder war der meinung,
dass sein system
die hilfe bringen würde …
ich saß still dabei
und versuchte nur,
mein größtmögliches
mitgefühl
zu aktivieren,
meine liebenden
seelenarme
weit zu öffnen …
und heute sitz ich wieder hier
und zweifle,
und frage mich:
soll ich nicht doch
wenigstens eines
der energie-systeme
erlernen?
ist es wirklich wichtig,
die energien deutlich zu erkennen,
sie zu behandeln,
mit ihnen zu arbeiten
und sie … <was auch immer>
es sträubt sich in mir
mit allen haaren
und allen fasern …
mir will scheinen:
das offene herz,
die quellende liebe,
bedingungslose
akzeptanz …
… sind alles,
was wirklich
im tiefsten innern
nötig ist …
mit liebe, peter-seth
26. november 2005